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Massive illegale Tötung von Zugvögeln im Mittelmeerraum

Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie von “Birdlife International”werden im Mittelmeergebiet jedes Jahr
rund 25 Millionen Zugvögel getötet. Syrien und Lybien gehören zu den Ländern mit den höchsten Zahlen, aber auch europäische Kernländer
(Italien: 5,7 Millionen getöteter Vögel; Griechenland: 0,7 Millionen; Frankreich: 0,5 Millionen) sind davon massiv betroffen. Diese immens hohen Zahlen zeigen, wie dringend europaweit auf die EU-Vogelschutzrichtlinie aufmerksam gemacht werden muss.
Von den 25 Millionen getöteten Vögeln hat der Buchfink die zweifelhafte Ehre auf “Platz 1” zu stehen (2,9 Millionen). Auch die Mönchsgrasmücke, Wachteln und die Singdrossel sind massiv von illegalen Tötungen betroffen.

Die Vögel werden entweder geschossen oder mit Netzen bzw. Leimruten gefangen. Gefangene Vögel werden verspeist bzw. es wird Handel mit ihnen betrieben. Viele Individuen dienen auch als Zielscheibe für Sport- oder Hobbyjäger.
Bekannt ist, dass in südeuropäischen Ländern für ein Dutzend Singdrosseln bzw. Mönchsgrasmücken bis zu 80 Euro von Gastronomen gezahlt wird.
Katastrophal ist das Szenario insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass beispielswiese in Malta eine Volksabstimmung kürzlich die umstrittene Vogeljagd auf Wachteln und Tauben befürwortete. Zumindest ist Malta das letzte EU-Mitgliedsland, in welchem die Vogeljagd im Frühling noch erlaubt ist.