Ergebnisse der NABU-Vogelzählung

Verglichen mit den Vorjahren nisten dieses Jahr etwa 20% weniger Vögel in bundesdeutschen Gärten.
Insbesondere bei Meisen, Kleibern und Kernbeißern fällt der Schwund auf; bei Amseln, Heckenbraunelle und Rotkehlchen jedoch wurde eine gegenteilige Tendenz ermittelt.
Sehr erfreulich ist, dass der unter Amseln grassierende Usutu-Virus keine Auswirkungen auf den Bestand hatte.

Schlechte Brutsaison die Ursache?

Katastrophal ist jedoch die gezählte Anzahl der Grünfinken. Eine Ursache dafür wird vermutlich das durch einen Parasiten hervorgerufene
„Grünfinkensterben“ (Trichomoniasis) sein, welches vermehrt an sommerlichen Futterstellen auftritt.

Denkbar ist, so der NABU, dass eine schlechte Brutsaison maßgeblich für den Rückgang der Individuenarten ist.
Fressfeinde jedoch seien vermutlich nicht der Grund für die geringen Zahlen.

Insgesamt machten über 100.000 Menschen bei dieser Vogelzählung mit. Am häufigsten wurden Spatz, Amsel und Kohlmeise gezählt.

Siehe dazu auch den Bericht des Nabu

Siehe auch https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ergebnisse/21784.html

Eine subjektive Vermutung: Das massive Insektensterben führt zu Einbrüchen von Nahrungsketten, dadurch könnte der Vogelschwund “begünstigt” werden.

Dieser Artikel wurde von “Birdy” eingereicht und mit 30 Birdpoints honoriert.

2 Gedanken zu „Ergebnisse der NABU-Vogelzählung

  1. M.E. spielt der Flächenfraß in Deutschland eine große Rolle, d.h. zunehmende Bebauung durch neue Siedlungen, Gewerbegebiete und entsprechender Straßenbau zur Verkehrsanbindung. Allein in Bayern werden täglich rd. 18 ha zubetoniert. Wenn ich sehe, was in München an Bäumen gefällt wird und immer mehr Grünflächen verschwinden, wird es hier bald keine Wildvögel mehr geben.

Schreibe einen Kommentar