Archiv der Kategorie: Allgemein

Ein Buch einpflanzen? Ein einpflanzbares Buch aus dem eine kleine Blühwiese wird – Tolle Idee für den Artenschutz

Das hats noch nicht gegeben. Ich glaube, wir haben eine Weltneuheit geschaffen (ohne Witz):

Zu kaufen: Das erste für einen biologischen Kreislauf optimierte Kinderbuch, aus dem ein Fleckchen Blühwiese erwachsen kann
(wir haben europaweit nach einer Druckerei gesucht, welche
die ökologischen Ansprüche umsetzen kann). Wir finanzieren damit z.B. den Gnadenhof Brödel (http://gnadenhof-melle.de) und auch einen Teil von „Blumiger Landkreis Osnabrück“
[Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, http://blumiger-lkos.de]

Kaufen kannst Du es hier: http://das-einpflanzbuch.de

Ganz viele Infos dazu: https://doktor-kalle.de/produkt/buch-die-wubbjes-helfen-der-natur-das-einpflanzbuch/

Eine Leseprobe:
https://doktor-kalle.de/DieWubbjeshelfenderNatur.pdf

Und Fußball kommt auch nicht zu kurz:
Hummelburger SV vs. VFL Otternbrück

Storchenmast aufstellen – War garnicht so leicht, das Storchennest steht

Großartig. Unseren Storchenkorb in Melle/Westerhausen haben wir aufstellen lassen.
Wir haben bei Ebay-Kleinanzeigen alte Leitungsmasten gekauft und uns dann den Korb anfertigen lassen.
Der Mast wurde von einer Gartenbau-Firma aufgestellt (war nicht ganz einfach, haben bei 14 Firmen angefragt).
Masten unter 10 Meter Höhe brauchen übrigens keine Baugenehmigung, und jetzt steht das Ding!! Die Störche können kommen 🙂

Tolles Storchennest wurde heute geliefert (genauer: Storchenkorb von der Firma Thurow aus Osnabrück)

Großartig, unser Storchenkorb wurde heute geliefert.
War ganz schön schwierig jemanden zu finden, der das kann.
Firma Thurow aus Osnabrück (http://www.thurow-metallbau.de/) hat das realisiert.
Der Preis war ok und der Korb ist absolut hochwertig.
Thurow baut auch die Storchenkörbe für die Wildtierauffangstation in Osna, hat also jede Menge Erfahrung damit.
Jetzt nur noch den Mast aufstellen und dann können die Störche kommen 🙂
[ist zwar schon etwas spät, aber zur Not in 2019 :-)]

Unterstützung für unseren Gnadenhof per Mausklick

Unterstützung für unseren Gnadenhof per Mausklick. Auch unser „Federvieh“ wird davon profitieren 🙂

…haben wir viele Stimmen, so zahlt uns die ING-DiBa-Bank 1000 Euro.
Zur Abstimmung geht es hier: https://www.ing-diba.de/verein/app/club/societydetails/68d7c0ae-d2a1-4d3f-962c-d140943a7a69

Das ganze läuft im Rahmen der Aktion „Du und Dein Verein – Deutschlands größte Vereinsaktion“.
In unterschiedlichen Kategorien erhalten jeweils die ersten 200 Vereine 1000 Euro für Ihre Vereinsarbeit.

Vielen, vielen Dank, Euer Gnadenhof Brödel in Melle 🙂

Buchrezension „Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können“

Buchrezension „Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können“, Peter Berthold
2017, Ullstein-Verlag

Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können. Peter Berthold.
Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können. Peter Berthold.

Frustrierende Fakten

Das neues Buch von Peter Berthold ist außerordentlich empfehlenswert. Auf 309 Seiten werden zahlreiche Naturschutzthemen, welche auch über den Vogelschutz hinausgehen, beleuchtet.
Zunächst einmal wird im ersten Kapitel der Vogelschwund und das Artensterben in der Bundesrepublik beschrieben. Zahlreiche wissenschaftliche Quellenangaben belegen dabei die geschilderten Fakten. Alarmierend sind die geschilderten Zahlen. Seit 1800 habe sich der Vogelbestand in Deutschland um 80% reduziert. 2009 gab es in Europa etwa 420 Millionen Vögel weniger als 30 Jahre zuvor. Die neue „Rote Liste“ wird als die „röteste, die wir je hatten“ beschrieben. Berthold bezeichnet diese als:

…eine Schande für unser Land – für eine Kulturnation, die einst den Naturschutz mit begründet hat!

Zugleich beschreibt er, dass auch viele Wildblumen in unserer Kulturlandschaft rückläufig sind, und damit verbunden auch viele Insekten. Zitat:

Für viele insektenfressende Vogelarten reichen die verfügbaren insekten nicht mehr aus, um ihre Jungvögel erfolgreich aufziehen zu können.

Blühwiesen können helfen, das Artensterben zu verhindern.
Blühwiesen können helfen das Artensterben zu verhinden

Als Hauptursache des Artensterbens werden die Land-, Forst- und Wasserwirtschaft genannt. Aber auch Verkehr, Siedlungsbau, Windkraft und die Klimaerwärmung spielen eine wichtige Rolle. Ebenso wird die „Katzenthematik“ ausführlich besprochen und als bedrohlich für die hiesige Artenvielfalt bezeichnet.

Noch ist es nicht zu spät

In Kapitel 2 beschreibt Berthold einen sehr interessanten Ansatz, um das Artensterben zu reduzieren oder gar aufzuhalten: „Jeder Gemeinde ihr Biotop“.
Das Ziel sei es in sämtlichen Kommunen große Biotope unterschiedlicher Art auf nicht genutzten Flächen anzulegen, um dadurch auch eine Biotopvernetzung zu erreichen.
Besonders interessant ist dann das Kapitel „Was jeder sofort tun kann“.
Hier werden viele sinnvolle Hinweise gegeben. Von der naturnahen Gartengestaltung über die Ganzjahresvogelfütterung zu Nisthilfen und Katzenabwehr.
Das Buch ist sehr lebendig geschrieben, emotional, ermuntert und motiviert. Gleichzeitig sind die bestehenden Fakten, welche aufgezeigt werden, desaströs. Das Buch zeigt auf, dass dieses jedoch nicht so bleiben muss. „Die Natur“ ist noch nicht verloren. Es gibt viel zu tun, geredet wurde genug. Nur doch aktives Handeln können wir „das Ruder noch einmal herumreißen“. Das Buch ist ein „Muss“ für jeden Naturliebhaber.

Gebrochener Flügel – Schnelle Hilfe ist wichtig

Durch unterschiedliche Situationen (z.B. Sturz, Kollisionen mit Fensterscheiben oder Autos, Hochspannungsleitungen, Jagd etc.) kann es dazu kommen, dass einmal ein Flügel bei einem Vogel gebrochen ist. In der Regel bedeutet das den sicheren Tod. Wie kann man jedoch ggf. den armen Geschöpfen helfen?

Bei einem Knochenbruch ist es wichtig, dass sehr schnell geholfen wird (innerhalb von 48 Stunden), und es ist garnicht so schwierig. Selbstverständlich empfiehlt es sich, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen. Dieser wird den Vogel abtasten oder ggf. sogar ein Röntgenbild erstellen.
Ggf. wird dieser die sogenannte „chirurgische Methode“ durchführen.
Die Bruchenden werden dann mit Drähten aneinander befestigt (diese werden dann nach etwa drei Wochen wieder entfernt). Um eine Gewebsbildung zu unterstützen können über das Trinkwasser verschiedene homöopathische Mittel verabreicht werden (z.B. Calcium phosphoricum D6, Syphytum D3).

Bei der konservativen Methode wird der beschädigte Knochen wieder in die korrekte Position geschoben und anschließend eine Bandage angelegt. Es empfiehlt sich auch den Flügel für eine Weile auf dem Rücken des Vogels zu fixieren.

Eine Zeichnung, wie das am Beispiel des Hahns geht, findet Ihr hier.

Vogeltränken – worauf ist zu achten?

Viele Vogelliebhaber füttern Vögel nicht nur im Winter oder ganzjährig, sondern stellen auch Vogeltränken auf.
Diese sind zuweilen überlebenswichtig, denn klassische Offengewässer sind (gerade in bebauten Gebieten) kaum vorhanden.
Insbesondere bei sehr heißem Wetter kann eine Tränke „Rettung in letzter Not“ bedeuten.
Ulrich Thüre, Pressesprecher des NABU Niedersachsen hierzu:

„Die wenigen verbliebenen natürlichen Wasserstellen sind bereits ausgetrocknet. Pfützen gibt es gar nicht mehr, sogar in manchen Gräben steht nur wenig Wasser.“

Vogeltränken werde nicht nur zum Trinken sondern auch zum Baden genutzt, damit ermöglichen sie den Vögeln eine wichtige Hygienefunktion.

Hygiene besonders wichtig

Vogeltränken – worauf ist zu achten? Entscheidend ist dabei, dass das Wasser häufig gewechselt wird, da ansonsten tödliche Trichonomaden oder Salmonellen entstehen können.
Das (leider) bekannte Grünfinkensterben ist auf Erreger im Trinkwasser zurückzuführen. Hier waren es kleine Geißeltierchen, welche die Tiere schwächten und schließlich töteten.
Im Sommer ist ein täglicher Wasseraustausch eminent wichtig, vor allen Dingen muss die Reinigung der Tränke ohne chemische Mittel stattfinden.
Zu empfehlen ist hier der Einsatz einer Bürste in Kombination mit heißem Wasser. Im Winter ist entstehendes Eis durch kochendes Wasser zu schmelzen.
Auch dürfen die Tränken nicht zu tief sein.
Im Internet finden sich einige gute Beispiele für geeignete Vogeltränken. Es ist darauf zu achten, dass sie leicht zu säubern sind und Vögel sich bequem in diesen waschen können.
Zu empfehlen ist generell, dass Vogeltränken am Rande sehr flach sind (oder eine gute Anflugschneise/Landemöglichkeit bieten).
Um verschiedene Arten anzulocken, so können Tränken bis zu 10 cm tief sein. Wichtig ist aber dann, dass z.B. kleine Steine eingelegt werden, damit kleinere Vögel nicht ertrinken. Auch sollte der Boden möglichst rauh sein, damit diese dort Halt finden.

Vogeltränken - worauf ist zu achten
Vogeltränken sind vielfach überlebenswichtig

Die Vögel merken sich ihre Wasserstandorte

Für den Fall, dass Du selber eine Vogeltgränke aufbauen möchtest, so achte bitte auch auf die Hinweise des LBV.

Vogeltränken werden genau wie ausgestreutes Futter viele unterschiedliche Arten anziehen. Du kannst zum Beispiel an der Tränke eine Wildkamera aufstellen. Viele gute Schnappschüsse werden Dir sicher sein. Und zu beachten ist auch: Bei der Vogelfütterung und auch bei der Versorgung mit Trinkwasser spricht man von einem „Merkeffekt“.
„Es spricht sich rum“, das heißt: Bei einer regelmäßigen Versorgung mit Trinkwasser sammeln sich dort im Laufe der Zeit immer mehr Besucher.

Ein Artikel von Birdy

Ergebnisse der NABU-Vogelzählung

Verglichen mit den Vorjahren nisten dieses Jahr etwa 20% weniger Vögel in bundesdeutschen Gärten.
Insbesondere bei Meisen, Kleibern und Kernbeißern fällt der Schwund auf; bei Amseln, Heckenbraunelle und Rotkehlchen jedoch wurde eine gegenteilige Tendenz ermittelt.
Sehr erfreulich ist, dass der unter Amseln grassierende Usutu-Virus keine Auswirkungen auf den Bestand hatte.

Schlechte Brutsaison die Ursache?

Katastrophal ist jedoch die gezählte Anzahl der Grünfinken. Eine Ursache dafür wird vermutlich das durch einen Parasiten hervorgerufene
„Grünfinkensterben“ (Trichomoniasis) sein, welches vermehrt an sommerlichen Futterstellen auftritt.

Denkbar ist, so der NABU, dass eine schlechte Brutsaison maßgeblich für den Rückgang der Individuenarten ist.
Fressfeinde jedoch seien vermutlich nicht der Grund für die geringen Zahlen.

Insgesamt machten über 100.000 Menschen bei dieser Vogelzählung mit. Am häufigsten wurden Spatz, Amsel und Kohlmeise gezählt.

Siehe dazu auch den Bericht des Nabu

Siehe auch https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ergebnisse/21784.html

Eine subjektive Vermutung: Das massive Insektensterben führt zu Einbrüchen von Nahrungsketten, dadurch könnte der Vogelschwund „begünstigt“ werden.

Dieser Artikel wurde von „Birdy“ eingereicht und mit 30 Birdpoints honoriert.