Gebrochener Flügel – Schnelle Hilfe ist wichtig

Durch unterschiedliche Situationen (z.B. Sturz, Kollisionen mit Fensterscheiben oder Autos, Hochspannungsleitungen, Jagd etc.) kann es dazu kommen, dass einmal ein Flügel bei einem Vogel gebrochen ist. In der Regel bedeutet das den sicheren Tod. Wie kann man jedoch ggf. den armen Geschöpfen helfen?

Bei einem Knochenbruch ist es wichtig, dass sehr schnell geholfen wird (innerhalb von 48 Stunden), und es ist garnicht so schwierig. Selbstverständlich empfiehlt es sich, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen. Dieser wird den Vogel abtasten oder ggf. sogar ein Röntgenbild erstellen.
Ggf. wird dieser die sogenannte “chirurgische Methode” durchführen.
Die Bruchenden werden dann mit Drähten aneinander befestigt (diese werden dann nach etwa drei Wochen wieder entfernt). Um eine Gewebsbildung zu unterstützen können über das Trinkwasser verschiedene homöopathische Mittel verabreicht werden (z.B. Calcium phosphoricum D6, Syphytum D3).

Bei der konservativen Methode wird der beschädigte Knochen wieder in die korrekte Position geschoben und anschließend eine Bandage angelegt. Es empfiehlt sich auch den Flügel für eine Weile auf dem Rücken des Vogels zu fixieren.

Eine Zeichnung, wie das am Beispiel des Hahns geht, findet Ihr hier.

Vogeltränken – worauf ist zu achten?

Viele Vogelliebhaber füttern Vögel nicht nur im Winter oder ganzjährig, sondern stellen auch Vogeltränken auf.
Diese sind zuweilen überlebenswichtig, denn klassische Offengewässer sind (gerade in bebauten Gebieten) kaum vorhanden.
Insbesondere bei sehr heißem Wetter kann eine Tränke “Rettung in letzter Not” bedeuten.
Ulrich Thüre, Pressesprecher des NABU Niedersachsen hierzu:

„Die wenigen verbliebenen natürlichen Wasserstellen sind bereits ausgetrocknet. Pfützen gibt es gar nicht mehr, sogar in manchen Gräben steht nur wenig Wasser.“

Vogeltränken werde nicht nur zum Trinken sondern auch zum Baden genutzt, damit ermöglichen sie den Vögeln eine wichtige Hygienefunktion.

Hygiene besonders wichtig

Vogeltränken – worauf ist zu achten? Entscheidend ist dabei, dass das Wasser häufig gewechselt wird, da ansonsten tödliche Trichonomaden oder Salmonellen entstehen können.
Das (leider) bekannte Grünfinkensterben ist auf Erreger im Trinkwasser zurückzuführen. Hier waren es kleine Geißeltierchen, welche die Tiere schwächten und schließlich töteten.
Im Sommer ist ein täglicher Wasseraustausch eminent wichtig, vor allen Dingen muss die Reinigung der Tränke ohne chemische Mittel stattfinden.
Zu empfehlen ist hier der Einsatz einer Bürste in Kombination mit heißem Wasser. Im Winter ist entstehendes Eis durch kochendes Wasser zu schmelzen.
Auch dürfen die Tränken nicht zu tief sein.
Im Internet finden sich einige gute Beispiele für geeignete Vogeltränken. Es ist darauf zu achten, dass sie leicht zu säubern sind und Vögel sich bequem in diesen waschen können.
Zu empfehlen ist generell, dass Vogeltränken am Rande sehr flach sind (oder eine gute Anflugschneise/Landemöglichkeit bieten).
Um verschiedene Arten anzulocken, so können Tränken bis zu 10 cm tief sein. Wichtig ist aber dann, dass z.B. kleine Steine eingelegt werden, damit kleinere Vögel nicht ertrinken. Auch sollte der Boden möglichst rauh sein, damit diese dort Halt finden.

Vogeltränken - worauf ist zu achten
Vogeltränken sind vielfach überlebenswichtig

Die Vögel merken sich ihre Wasserstandorte

Für den Fall, dass Du selber eine Vogeltgränke aufbauen möchtest, so achte bitte auch auf die Hinweise des LBV.

Vogeltränken werden genau wie ausgestreutes Futter viele unterschiedliche Arten anziehen. Du kannst zum Beispiel an der Tränke eine Wildkamera aufstellen. Viele gute Schnappschüsse werden Dir sicher sein. Und zu beachten ist auch: Bei der Vogelfütterung und auch bei der Versorgung mit Trinkwasser spricht man von einem “Merkeffekt”.
“Es spricht sich rum”, das heißt: Bei einer regelmäßigen Versorgung mit Trinkwasser sammeln sich dort im Laufe der Zeit immer mehr Besucher.

Ein Artikel von Birdy

Ergebnisse der NABU-Vogelzählung

Verglichen mit den Vorjahren nisten dieses Jahr etwa 20% weniger Vögel in bundesdeutschen Gärten.
Insbesondere bei Meisen, Kleibern und Kernbeißern fällt der Schwund auf; bei Amseln, Heckenbraunelle und Rotkehlchen jedoch wurde eine gegenteilige Tendenz ermittelt.
Sehr erfreulich ist, dass der unter Amseln grassierende Usutu-Virus keine Auswirkungen auf den Bestand hatte.

Schlechte Brutsaison die Ursache?

Katastrophal ist jedoch die gezählte Anzahl der Grünfinken. Eine Ursache dafür wird vermutlich das durch einen Parasiten hervorgerufene
„Grünfinkensterben“ (Trichomoniasis) sein, welches vermehrt an sommerlichen Futterstellen auftritt.

Denkbar ist, so der NABU, dass eine schlechte Brutsaison maßgeblich für den Rückgang der Individuenarten ist.
Fressfeinde jedoch seien vermutlich nicht der Grund für die geringen Zahlen.

Insgesamt machten über 100.000 Menschen bei dieser Vogelzählung mit. Am häufigsten wurden Spatz, Amsel und Kohlmeise gezählt.

Siehe dazu auch den Bericht des Nabu

Siehe auch https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ergebnisse/21784.html

Eine subjektive Vermutung: Das massive Insektensterben führt zu Einbrüchen von Nahrungsketten, dadurch könnte der Vogelschwund “begünstigt” werden.

Dieser Artikel wurde von “Birdy” eingereicht und mit 30 Birdpoints honoriert.

Tolles Projekt: Die Stimmen der Vögel Europas auf einer DVD

Empfehlenswerte DVD für Ornithologen und Vogelfreunde

Die Welt der Vogelstimmen ist einmalig und faszinierend. Innerhalb einer DVD werden in einzigartiger Weise aus Text und Bild bestehende Artporträts von 500 in Europa vorkommender Vögel mit 1.713 dokumentierten Vogelstimmen-Aufnahmen und 1.962 Einzelsonagrammen vereint. Die DVD ist sowohl auf jedem stationären Rechner als auch auf mobilen Notebooks benutzbar. Alle Vogelstimmen sind vom Text und von den Sonagrammen aus direkt anwählbar. Der Benutzer erhält darüber hinaus auch einen Verweis, zu welcher Vogelfamilie, die in einer Übersicht dargestellt wird, das angewählte Porträt zählt.

Die Einführung in die Vogelstimmenkunde ist mit einem Lernprogramm verbunden und auch die komfortablen Suchmöglichkeiten machen die Orientierung zum Kinderspiel! Damit dürfte dieses Werk allen bisherigen Feldführern, Handbüchern und Vogelstimmen-Sammlungen überlegen sein.
Die Autoren und der Verlag versprechen sich von dieser vollständig neu konzipierten DVD nicht nur einen Quantensprung in der Vogelstimmenkunde und der Feldornithologie, sondern empfehlen sie auch sämtlichen Vogelfreunden, die sich mit der Zuordnung von Rufen und Gesängen bisher schwer getan haben, als erfolgreiche Einstiegshilfe.

Bergmann/ Engländer/ Baumann/ Helb
Die Stimmen der Vögel Europas auf DVD
2017, Version 2.1, 500 Artporträts,
1.713 Rufe und Gesänge, 1.962 Einzelsonagramme, 13,5 x 19 cm
ISBN 978-3-89104-808-5
Best.-Nr.: 315-01186
€ 39,95

Drastische Reduzierung der Singvogelpopulation?

Vielen ist es vielleicht schon aufgefallen. Der Vogel-Bestand an Futterplätzen hat sich scheinbar drastisch reduziert.
Doch was können die Gründe sein?

Drastische Reduzierung der Singvogelpopulation?

Der WWF schreibt klar und deutlich: Wald- und Wiesenvögel gehören zu den Verlierern des Jahres 2016. Schuld daran sei die Intensivierung der Landwirtschaft.
Der Bestand an Braunkehlchen ist besonders drastisch zurückgegangen. Dieses gilt leider auch für ansonsten recht “häufig” vorkommende Arten wie z.B. Star, Feldsperling und Feldlerche. Die “Stiftung Ornithologie und Naturschutz” weist in einer kürzlich veröffentlichten Studie nach, dass sich der Bestand der Feldlerche auf einer Untersuchsfläche von 1990 bis 2016 um knapp 80% reduziert hat.

Auf Spiegel-Online wird erwähnt, dass eventuell noch genügend Futter in den Wäldern zu finden sei, weshalb die Vögel (noch) nicht zu ihren bekannten Futterplätzen fliegen.
Gleichzeitig wird hervorgehoben, dass die allgemeine Wetterlage in Deutschland 2016 zu einem Mangel an Insekten geführt haben könne. Die Folge: Zahlreiche Jungvögel seien einfach verhungert.

Im Meller Kreisblatt ist zu lesen, dass der Vogelschwund auch in einem exemplarisch genannten Waldgebiet festgestellt wurde.

Ursache unklar

Die genaue Ursache ist unklar, eine empirische, groß angelegte Studie dafür wäre notwendig. Zu vermuten ist unserer Meinung nach:
Der Einbruch von Nahrungsketten hat auch zu einer Dezimierung des Vogelbestandes geführt. Ein massiver Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft führt dazu, dass sich der Insektenbestand reduziert. Weniger Insekten = Weniger “Direktnahrung”. Und auch: Weniger Bestäubung durch Insekten = Weniger “Folgenahrung” für die übrige Tierwelt.
Werden wir “sehenden Auges” Zeuge einer Katastrophe? Erleben wir gerade ganz aktuell ein massives Artensterben?
Schwer zu sagen….In jedem Falle: Schutzprojekte können nicht schaden, oder anders: Schutzprojekte müssen her!!!
Blühwiesenprojekte wie z.B. blumiges-melle.de werden wichtiger denn je zuvor. Hier vermehren sich Insekten ungestört und finden Nahrung. Auch stellen solche Areale für viele Vogelarten Brutgebiete und Rückzugsräume dar. Die Anpflanzung von Hecken und Gehölzen als Schutzräume für Vögel, der Verzicht auf Chemie in Gärten, mehr Wildheit…
Ohne Wildheit in der Natur kommt die schaurig-sterile Folge mit leisen Schritten, und das wollen wir alle mit Sicherheit nicht erleben. Seien wir also wild und sorgen wir lokal für Wildheit, jetzt!

Vorstellung der Sieger des Foto-Wettbewerbes 2016

Kicker

Lieblingsvogel?

Ich habe nicht nur einen Lieblingsvogel, da man viele Vögel nicht vergleichen kann. Vom Aussehen ist es ganz klar der Eisvogel, den ich leider noch nicht fotografieren konnte. Allerdings gehört der Buntspecht mit zu meinen Favoriten, weil sein Pochen in der Früh sehr angenehm wirkt. Am meisten Energie habe ich in den Schwarzstorch gesteckt, da dieser sehr scheu ist, war es schwer ein Foto zu bekommen. Zum Glück hat sich meine Ausdauer gelohnt, denn nun besitze ich sehr schöne Bilder von dieser Vogelart. Mit diesen möchte ich wahrscheinlich nächstes Jahr, falls es wieder ein Fotowettbewerb zum Thema Vögel gibt, teilnehmen. Deshalb gehört der Schwarzstorch ebenfalls mit zu meinen Lieblingsvögeln.

Gibt es ein besonderes Vorgehen bei meiner Vogel-Beobachtung?

Ja, allerdings weiß ich nicht, ob es besonders ist. Ich verbringe meine Zeit sehr viel in der Natur und immer wenn ich draußen bin, habe ich meine Kamera dabei. Dabei fotografiere ich nicht nur Vögel, sondern auch Insekten und Landschaften. Ich versuche mir immer wieder neue Ziele zu setzen. Ein Ziel war z.B. das Fotografieren eines Schwarzstorches. Ich wusste das Gebiet, wo er wohnte. Ich suchte aber nicht seinen Horst, da ich ihn nicht stören wollte. Ich überlegte die idealen Plätze, um ihn zu begegnen. Eines war z.B. auf einen Berg, da hatte ich einen riesigen Ausblick auf sein Revier. Von dort aus konnte ich ein schönes Flugbild fotografieren. Außerdem wartete ich auch auf ihn versteckt an einem Gewässer und tatsächlich ließ er sich auch dort fotografieren.
Letztendlich fotografiere ich leidenschaftlich gerne zu jeder Jahreszeit, am liebsten in meinem eigenen Garten oder im Urlaub.

Seit wann bin ich als Fotograf aktiv?
Ich habe erst seit zwei Jahren meine erste wertvolle Kamera, deshalb fotografiere ich auch noch nicht so lange. Aufgrund dessen kann ich Euch kaum Tipps geben, weil ich selber noch ein „Neuling“ bin. Ich nutzte diese zwei Jahre aber sehr gut, ich verbrachte viel Zeit mit meiner Kamera. Das Fotografieren machte mir vom Beginn an sehr viel Spaß, da man so Einzelheiten erkennen konnte, die man nicht mit bloßem Auge sah. So lernte ich auch mehr über die Arten der Vogelwelt, weil ich wissen wollte, um welchen Vogel es sich handelt und welche besonderen Eigenschaften dieser im Gegensatz zu den anderen Vögel hat.

Habe ich schon andere Preise gewonnen?

Ja, ich konnte schon in einen Fotowettbewerb gewinnen, welcher dieses Jahr stattfand. Dieser Fotowettbewerb wurde von einer Hotelkette ausgerichtet. Jeder Hotelgast bekam eine Tüte vom Hotel. Mit dieser Tüte sollte man ein schönes Foto machen. Ich schoss von mir und der Tüte ein Unterwasserfoto. Ich habe eine Reise für drei Nächte auf Mallorca gewonnen, welche ich im nächsten Jahr antreten werde.

Was war mein schönstes Erlebnis, welches ich bei einer meiner Vogel- Beobachtungen hatte?

Mein schönstes Erlebnis war natürlich das Fotografieren des Schwarzstorches. Aber auch das Bild eines Kranichs, sowie das Flugbild eines Grünfinken. Immer wenn ich diese Bilder anschaue, freue ich mich sehr und bin motiviert weiter nach dem perfekten Bild zu suchen. In der Zukunft möchte ich den Eisvogel suchen, finden und das perfekte Foto schießen.

Charly

Die Lieblings-Fotostandorte sind die Rheinauen in Bonn, an der Sieg und die heimische Terrasse.

Mein nachhaltigste Vogel-Beobachtung war auf der Terrasse:
Im Sommer 2015 kam eine einbeinige Kohlmeise zur Futteraufnahme. – Anfängliche Gleichgewichtsprobleme
wurden von Woche zu Woche geringer. Bei Wintereinbruch verschwand diese Meise mit den anderen Singvögeln!
Die Überraschung und Freude war groß, als zu Beginn des Frühjahres 2016 das “Einbeinchen” wiederum unsere
Futterstelle aufsuchte!!
Leider waren die diesjährigen Besuche nur bis zum Sommerbeginn zu beobachten.

Nico


Lieblingsvogel?
Ganz klar der Kranich!

Gibt es ein besonderes Vorgehen bei Eurer Vogel-Beobachtung?
Es kommt immer darauf an welchen Vogel man Fotografieren will. Aber meistens ist es doch sehr wichtig gut getarnt zu sein und man muss bereit sein eine Menge Zeit zu investieren.

Seid wann seid Ihr aktiv als Fotograph?
Seit ca. 9 – 10 Jahren

Habt Ihr schon andere Preise gewonnen?
Blende 2014 ( 2. Platz Thüringen, 15.Platz Deutschland)
Nationalgeographic (Fotograf des Jahres 2015 4. Platz)
heartbeat of nature (66. Platz)

Was war das schönste Erlebnis, welches Ihr bei Eurer Vogel-Beobachtung hattet?
Ich war mit dem Hide unterwegs und nach einiger Zeit wurden die Haubentaucher sehr zutraulich und haben sich dann etwas 5 m vor mir geputzt und geschlafen…